Blériot – Woher kommt der Name?
Blériot: Ein Pionier der Lüfte, der die Luftfahrt revolutionierte
Der Name Blériot ist untrennbar mit den Anfängen der Luftfahrt verbunden und steht für den Wagemut und den Innovationsgeist seines Gründers Louis Blériot. Das französische Unternehmen, offiziell als Blériot Aéronautique bekannt, war nicht nur einer der ersten kommerziell erfolgreichen Flugzeughersteller der Welt, sondern prägte mit seinen Entwicklungen die Luftfahrt nachhaltig.
Der visionäre Gründer: Louis Blériot
Louis Blériot (1872-1936), ein studierter Ingenieur, war zunächst in der Automobilindustrie tätig, wo er mit der Herstellung von Scheinwerfern ein Vermögen machte. Seine wahre Leidenschaft galt jedoch der Fliegerei. Nach ersten, teils riskanten und verlustreichen Experimenten mit verschiedenen Flugzeugkonfigurationen, gründete er 1909 seine eigene Firma. Im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen, die auf Doppeldecker setzten, war Blériot ein überzeugter Verfechter des Eindeckers (Monoplan). Er war davon überzeugt, dass diese Bauweise die Zukunft der Luftfahrt darstellte.
Der Durchbruch: Die Überquerung des Ärmelkanals
Der entscheidende Wendepunkt für Louis Blériot und sein junges Unternehmen kam am 25. Juli 1909. An diesem Tag überquerte er als erster Mensch in einem Flugzeug den Ärmelkanal. Sein Flug von Calais nach Dover in seiner legendären Blériot XI dauerte 37 Minuten und machte ihn über Nacht zu einer internationalen Berühmtheit. Dieser historische Flug war nicht nur eine Demonstration menschlichen Mutes, sondern auch ein eindrucksvoller Beweis für die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit seiner Flugzeugkonstruktion.
Das Erfolgsmodell: Die Blériot XI
Die Blériot XI wurde zum Symbol des frühen Flugzeugbaus und zum kommerziellen Rückgrat des Unternehmens. Nach der erfolgreichen Kanalüberquerung gingen über 100 Bestellungen für das Modell ein, was Blériot zum ersten industriellen Flugzeughersteller machte. Die Blériot XI war ein leichter, einsitziger Eindecker, der sich durch seine einfache, aber robuste Bauweise auszeichnete. Angetrieben von einem Anzani-Dreizylindermotor mit nur 25 PS, erreichte das Flugzeug eine für die damalige Zeit beachtliche Geschwindigkeit. Es wurde nicht nur von Flugpionieren und für Flugschauen auf der ganzen Welt eingesetzt, sondern fand auch früh das Interesse des Militärs für Aufklärungszwecke.
Weitere Entwicklungen und die Rolle im Ersten Weltkrieg
Blériot Aéronautique entwickelte in den Folgejahren eine Reihe weiterer Flugzeugtypen, die jedoch nicht an den überwältigenden Erfolg der Blériot XI anknüpfen konnten. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs verlagerte sich der Fokus vollständig auf die Produktion von Militärflugzeugen. Blériot erwarb 1914 die Aktienmehrheit an der „Société de Production des Aéroplanes Deperdussin“ (SPAD). Unter seiner Führung entwickelte sich SPAD zu einem der führenden Hersteller von Jagdflugzeugen für die französischen und alliierten Luftstreitkräfte. Insbesondere die SPAD S.VII und S.XIII waren äußerst erfolgreiche Modelle, die von vielen berühmten Jagdfliegern, den sogenannten „Fliegerassen“, geflogen wurden.
Das Ende einer Ära
Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte Blériot, sich im zivilen Luftverkehr zu etablieren, doch der erhoffte große kommerzielle Erfolg blieb aus. Das Unternehmen entwickelte in den 1920er und 1930er Jahren noch verschiedene Prototypen für Transport- und Militärflugzeuge. Louis Blériot blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1936 eine zentrale Figur in der französischen Luftfahrtindustrie. Ein Jahr nach seinem Tod, im Zuge der Verstaatlichung der französischen Luftfahrtindustrie, ging Blériot Aéronautique in der neu gegründeten „Société Nationale de Constructions Aéronautiques du Sud-Ouest“ (SNCASO) auf.
Das Erbe von Blériot lebt jedoch weiter. Sein Name steht für den Beginn der kommerziellen Luftfahrt und den Mut, an eine Vision zu glauben und sie gegen alle Widerstände zu verwirklichen. Die Blériot XI, von der heute noch einige flugfähige Exemplare existieren, bleibt ein ikonisches Symbol für die Pionierzeit der Fliegerei.
Leseförderung
Die Leseförderung unserer Schüler liegt uns besonders am Herzen. Dank der Kooperation mit der Stadtbücherei befindet sich daher im Herzen unserer Schule die Leseinsel, welche durch moderne Möblierung und eine breite Auswahl an Büchern zum lesen, lernen und verweilen einlädt. Von der ersten bis zur vierten Klasse bietet sie Filme, Bücher und Hörspiele zum Ausleihen an. Wünsche bleiben bei der Vielzahl an Sachbüchern, Bilderbüchern, Bücher für Erstlesern, aber auch anspruchsvollen Romanen nur selten offen und dürfen dann jederzeit geäußert und an die Stadtbücherei weitergeleitet werden. Neben der Sitztreppe mit vielen bunten Kissen beherbergt die Leseinsel auch Tische und Stühle zum Arbeiten, sowie internetfähige Computer, an denen die Schüler in Antolin arbeiten oder recherchieren können.
Nach Eintritt in unsere Grundschule erhalten alle Schüler einen kostenlosen Leseausweis. Dieser Leseausweis kann auch in der Stadtbücherei und im Bücherbus genutzt werden und behält seine Gültigkeit über die Grundschulzeit hinaus. Bis zum 18. Lebensjahr ist er kostenlos.
Zudem pflegen viele Klassen eine Kooperation zu engagierten Senioren, unseren Lesepaten, die wöchentlich an unsere Schule kommen, um mit einzelnen Kindern oder Kleingruppen das Lesen zu üben und vorzulesen.
Erziehungskonzept
2020 wurde von Lehrkräften und Schülern gemeinsam ein dreigliedriges Erziehungskonzept entwickelt. Kernelemente dieses Erziehungskonzeptes sind die vereinbarten Regeln für Schulhaus, Unterricht und Pause, sowie der Wettbewerb um das Ziel des Monats.
Seit seiner Einführung wird das Konzept kontinuierlich weiterentwickelt und durch vielfältige Initiativen von Lehrerkräften und Schülern lebendig gestaltet und weitergetragen. Beispielsweise bemühen sich schulintern ausgebildete Schüler als Pausenengel für eine friedliche und respektvolle Pause. Sie helfen bei kleineren Konflikten, regen gemeinsames Spielen an und fördern so das Miteinander auf dem Pausenhof. Gemeinsam versuchen wir so als Schulfamilie eine lernförderliche und harmonische Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohl, sicher und willkommen fühlen.
Unterstütz wird die Umsetzung zudem von unseren Kolleginnen Katrin Rein und Kollegen Marius Mayer der Jugendsozialarbeit (JAS). Sie begleiten und beraten unsere Kinder, Eltern und Familien durch schwierige Lebenssituationen aller Art.
Bei schwierigen Konflikten zwischen den Schülern stehen außerdem die Seniorpartner in School (SiS)jeden Mittwoch zur Verfügung. Sie leiten die Schüler durch eine kindgerechte Mediation, um Konflikte konstruktiv beizulegen und das Miteinander langfristig zu stärken.
Schulhund
Umweltschule
Im Zuge des Ökö-Schulprogrammes der Stadt Augsburg bemüht sich die Blériot-Grundschule seit Jahren für ein effizientes Energiemanagement. Viele Bereiche unserer Schule profitieren bereits durch automatisierte technische Abläufe und tragen so ihren Anteil zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Schulalltag bei.
Unser Einsatz für die Umwelt zeigt sich jedoch nicht nur in der Technik, sondern auch im täglichen Lernen und Handeln. Gemeinsam mit der OGTS bewirtschaften wir drei Hochbeete, deren Ernte bei der vom Elternbeirat organisierten gesunde Pause Verwendung findet. Außerdem nehmen wir am Schulfruchtprogramm teil, um die gesunde Ernährung unserer Schüler zu unterstützen.
Durch das Dokumentieren und Einreichen solcher und unterrichtlicher Projekte konnten wir in den vergangenen Jahren regelmäßig eine finanzielle Prämievon der Stadt Augsburg erhalten. Das Prämiengeld reinvestieren wir in neue umweltbezogene Projekte oder Materialien für unsere Schüler. So konnten wir unsere Leseinsel um eine Umwelt-Bücherkiste und Forscherequipment zur Umweltbildung erweitern, oder neue Experimentierkoffer zum Thema nachhaltige Energie anschaffen.
Digitaler und analoger Unterricht
iPads, Tablet, Computerraum
