Die Blériot-Grundschule.
In unserer Schule soll sich jeder wohl fühlen, wir achten und helfen uns gegenseitig.
Leitbild
Aktuell besuchen ca. 300 Kinder die dreizehn Klassen unserer Grundschule.
Im Umfeld der Schule gibt es mehrere Horte und zwei Mittagsbetreuungen. Viele unserer Schüler besuchen diese Einrichtungen am Nachmittag und in den Ferien.
Unsere Schüler und Schülerinnen kommen aus sehr unterschiedlichen Familienstrukturen, viele mit Migrationshintergrund. Daher bringen alle sehr unterschiedliche Kompetenzen und Bedürfnisse mit.
So gestalten sich Unterricht und Schulleben so vielfältig wie auch unsere Kinder sind. Alle in ihrer Vielfalt anzunehmen und ihren Kompetenzen entsprechend zu fördern, ist unser Anspruch und Herausforderung. Dabei ist uns die Werteerziehung ein besonderes Anliegen.
Was braucht das Kind? Welche Bedürfnisse hat es? Über welche Kompetenzen verfügt es? Was kann es leisten? Diese Fragen werden immer wieder im Team erörtert. Oftmals zeigt sich dabei, dass alte Probleme neues Denken erfordern und alternative Lösungsansätze gesucht und gefunden werden müssen. Innovative, offene und kooperative Lern- und Arbeitsformen treten immer mehr in den Vordergrund.
Unerlässlich ist dabei ein reger Austausch. So finden regelmäßig intensive Gespräche mit allen Beteiligten statt: mit den Klassenlehrern, den Differenzierungs- und Förderlehrern, den MSD- Lehrkräften und Schulbegleitern, den externen Partnern und natürlich auch mit den Eltern.
Erziehungskonzept
Erziehung ist ein Grundprinzip an unserer Schule – innerhalb und außerhalb des Unterrichts, in den Pausen, beim gemeinsamen Mittagessen, in der schulischen Freizeit und bei gemeinsamen Unternehmungen.
Es ist für uns selbstverständlich, dass wir unser Schulleben miteinander gestalten. Lehrer, Schüler, Eltern und externe Partner sind an Entscheidungen und deren Umsetzung beteiligt. Wir arbeiten als Schulfamilie offen und transparent zusammen.
Entsprechend unserem Leitbild soll unsere Schule somit Arbeitsplatz und Lernort sein, an dem wir alle erfolgreich arbeiten, wo wir uns alle wohl fühlen, uns gerne aufhalten und als Schulfamilie gemeinsam leben. Über Zielvorstellungen und Überzeugungen besteht seit vielen Jahren ein Grundkonsens, der vom ganzen Lehrerteam getragen wird. Kernelemente dieses Erziehungskonzeptes sind die vereinbarten Regeln für Schulhaus, Unterricht und Pause, sowie der Wettbewerb um das Ziel des Monats.
Seit seiner Einführung wird das Konzept kontinuierlich weiterentwickelt und durch vielfältige Initiativen von Lehrerkräften, Schülerinnen und Schülern lebendig gestaltet und weitergetragen. Beispielsweise bemühen sich schulintern ausgebildete Schüler als Pausenengel für eine friedliche und respektvolle Pause. Sie helfen bei kleineren Konflikten, regen gemeinsames Spielen an und fördern so das Miteinander auf dem Pausenhof. Gemeinsam versuchen wir so als Schulfamilie eine lernförderliche und harmonische Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohl, sicher und willkommen fühlen.
Unterstützt wird die Umsetzung zudem von Katrin Rein und Marius Mayer unseren Jugendsozialarbeitern (JAS). Sie begleiten und beraten unsere Kinder, Eltern und Familien durch schwierige Lebenssituationen aller Art.
Bei schwierigen Konflikten zwischen den Schülern stehen außerdem die Seniorpartner in School (SiS) jeden Mittwoch zur Verfügung. Sie leiten die Schüler durch eine kindgerechte Mediation, um Konflikte konstruktiv beizulegen und das Miteinander langfristig zu stärken.
Daher ist unsere Schule nicht nur Lernort, sondern auch Lebens- und Erfahrungsraum. Unsere Kinder haben immer wieder die Möglichkeit, etwas handelnd und miteinander auszuprobieren. So können sie sich selbst und die Welt besser erkennen und verstehen.
Dabei bleibt genügend Freiraum für die individuelle Entwicklung und das Erlangen von Sozialkompetenzen.
Als Schule tragen wir Veränderungen in der Gesellschaft offen mit. Mit unserer Arbeit wollen wir einen Beitrag dazu leisten, Vielfalt positiv zu sehen und zu erleben und Barrieren abzubauen – auch wenn wir immer wieder an Grenzen stoßen.
Leseförderung
Die Leseförderung unserer Schüler und Schülerinnen liegt uns besonders am Herzen. Dank der Kooperation mit der Stadtbücherei befindet sich daher im Herzen unserer Schule die Leseinsel, welche durch moderne Möblierung und eine breite Auswahl an Büchern zum Lesen, Lernen und Verweilen einlädt. Von der ersten bis zur vierten Klasse bietet sie Bücher und Hörspiele zum Ausleihen an. Wünsche bleiben bei der Vielzahl an Sachbüchern, Bilderbüchern, Bücher für Erstleser, aber auch anspruchsvollen Romanen nur selten offen und dürfen dann jederzeit geäußert und an die Stadtbücherei weitergeleitet werden. Neben der Sitztreppe mit vielen bunten Kissen beherbergt die Leseinsel auch Tische und Stühle zum Arbeiten sowie internetfähige Computer, an denen die Schüler in Antolin arbeiten oder recherchieren können.
Nach Eintritt in unsere Grundschule erhalten alle Schüler einen kostenlosen Leseausweis. Dieser Leseausweis kann auch in der Stadtbücherei und im Bücherbus genutzt werden und behält seine Gültigkeit über die Grundschulzeit hinaus. Bis zum 18. Lebensjahr ist er kostenlos.
Zudem pflegen viele Klassen eine Kooperation zu engagierten Senioren, unseren Lesepaten, die wöchentlich an unsere Schule kommen, um mit einzelnen Kindern oder Kleingruppen das Lesen zu üben und vorzulesen.
Schulhund
Unsere Schulhunde bereichern den Alltag unserer Grundschule auf besondere Weise. Sie sorgen nicht nur für fröhliche Gesichter, sondern tragen auch zu einem positiven Lernklima bei. Durch die Anwesenheit eines Hundes lernen Kinder, Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht zu nehmen und auf nonverbale Signale zu achten – wichtige soziale Fähigkeiten, die über den Unterricht hinaus wirken.
Im Alltag begleiten die Schulhunde Klassen an ausgewählten Tagen, unterstützen beim Lesen oder helfen, Ängste abzubauen. Sie sind stets gut ausgebildet, kinderfreundlich und werden regelmäßig tierärztlich betreut. Auch feste Ruhezeiten gehören natürlich zu ihrem Tagesablauf.

Umweltschule
Im Zuge des Öko-Schulprogrammes der Stadt Augsburg bemüht sich die Blériot-Grundschule seit Jahren für ein effizientes Energiemanagement. Viele Bereiche unserer Schule profitieren bereits durch automatisierte technische Abläufe und tragen so ihren Anteil zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Schulalltag bei.
Unser Einsatz für die Umwelt zeigt sich jedoch nicht nur in der Technik, sondern auch im täglichen Lernen und Handeln. Gemeinsam mit engagierten Betreuerinnen der OGTS, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern bewirtschaften wir drei Hochbeete, deren Ernte bei der vom Elternbeirat organisierten gesunde Pause Verwendung findet. Außerdem nehmen wir am Schulfruchtprogramm teil, um die gesunde Ernährung unserer Schüler zu unterstützen.
Durch das Dokumentieren und Einreichen solcher und unterrichtlicher Projekte konnten wir in den vergangenen Jahren regelmäßig eine finanzielle Prämie von der Stadt Augsburg erhalten. Das Prämiengeld reinvestieren wir in neue umweltbezogene Projekte oder Materialien für unsere Schüler. So konnten wir unsere Leseinsel um eine Umwelt-Bücherkiste und Forscherequipment zur Umweltbildung erweitern oder neue Experimentierkoffer zum Thema nachhaltige Energie anschaffen.
Digitaler und analoger Unterricht
An unserer Grundschule gehen traditioneller Unterricht und moderne Technik Hand in Hand. Wir legen Wert darauf, dass Kinder sowohl die klassischen Grundlagen – Lesen, Schreiben, Rechnen und Arbeiten mit Stift und Papier – sicher beherrschen, als auch den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien erlernen.
In unseren Klassenräumen kommen neben der Kreidetafel auch Smartboards zum Einsatz, die den Unterricht anschaulich und interaktiv gestalten. Im Computerraum und mit den Klassensätzen an Tablets können die Schülerinnen und Schüler digitale Lernangebote nutzen, recherchieren oder eigene kleine Projekte erstellen.
So verbinden wir bewährte Lernmethoden mit zeitgemäßer Medienbildung und bereiten die Kinder optimal auf eine Welt vor, in der analoge und digitale Kompetenzen gleichermaßen wichtig sind.
Blériot – Woher kommt der Name?
Louis Blériot war ein französischer Ingenieur, der zu den ersten Piloten der Welt gehörte. Mit seinen Ideen und seinem Mut hat er die Geschichte der Fliegerei verändert.
1909 gelang ihm etwas, das zuvor niemand geschafft hatte: Er überquerte als erster Mensch in einem Flugzeug den Ärmelkanal – von Frankreich bis nach England! Sein Flugzeug, die Blériot XI, war leicht, stabil und überraschte alle mit seiner Leistung.
Nach diesem Erfolg bauten viele Menschen Blériots Flugzeuge nach. Selbst das Militär nutzte sie bald. Auch wenn seine Firma später in einem größeren Luftfahrtunternehmen aufging, bleibt Louis Blériot bis heute ein Symbol für Erfindergeist, Mut und den Glauben an Träume.
1936 starb Louis Blériot, aber sein Vermächtnis lebt weiter – in der Geschichte der Luftfahrt und als Vorbild für alle, die Neues wagen wollen. Deshalb tragen auch wir als Schule seinen Namen mit Stolz und mit dem Anspruch immer wieder Neues wagen zu wollen.
Die Blériot-Grundschule.
Gemeinsam sind wir mehr als Du und Ich.
